Die bayerische Wirtschaft

Europa stärken – Forderung 3

Subsidiarität beachten, Bürokratie­abbau voranbringen

Eu­ro­päi­sche Recht­set­zung ist nur zu­läs­sig, so­weit der Bin­nen­markt oh­ne ein­heit­li­che Re­ge­lun­gen nicht funk­tio­niert oder un­ter­schied­li­che na­tio­na­le Vor­schrif­ten zu Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen füh­ren. Die EU darf nur tä­tig wer­den, wenn sie in der La­ge ist, ef­fi­zi­en­ter zu han­deln als die Mit­glied­staa­ten. Um un­ter­schied­li­che Aus­wir­kun­gen und Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen zu ver­mei­den, dür­fen die Mit­glied­staa­ten EU-Vor­ga­ben nur 1:1 in na­tio­na­les Recht um­set­zen. Ein Drauf­sat­teln durch den na­tio­na­len Ge­setz­ge­ber darf es nicht ge­ben.

Die Mit­glied­staa­ten müs­sen auf ei­ne Agen­da für in­tel­li­gen­te Re­gu­lie­rung hin­ar­bei­ten, um ei­ne mög­lichst bü­ro­kra­tie­ar­me Um­set­zung von Rechts­vor­schrif­ten zu er­rei­chen. Dar­auf muss bei­spiels­wei­se bei der ak­tu­ell an­ste­hen­den Um­set­zung der neu ge­fass­ten Ent­sen­de­richt­li­nie ge­ach­tet wer­den. Der Ab­bau von Bü­ro­kra­tie ist ei­ne per­ma­nen­te Auf­ga­be, eben­so das Ziel, Bü­ro­kra­tie be­reits im Ent­ste­hen zu ver­hin­dern. Ein ei­ge­ner Kom­mis­sar für den Bü­ro­kra­tie­ab­bau im Ran­ge ei­nes Vi­ze­prä­si­den­ten der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on war ein wich­ti­ger Schritt. Al­ler­dings zeigt die der­zei­ti­ge Ten­denz hin zu ei­ner „So­zi­al­uni­on“ in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung. Im Ar­beits- und So­zi­al­recht gibt es wach­sen­de Be­stre­bun­gen zur Re­gu­lie­rung wie die ak­tu­el­le Ver­schär­fung der Nach­weis­richt­li­nie zeigt.

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